Eigentlich wollte ich zur pawlowschen Reflexforderung der CSU, nach dem Mord an einem Mann in München
müssten die Strafen erhöht werden, einen eloquenten und ausführlichen Beitrag schreiben, wieso das Unsinn wäre. Aber dann fiel mir auf, dass ich das vor knapp 2 Jahren beim letzten solchen Vorfall ja schon gemacht hab. Es sei also einfach
darauf verwiesen. Gilt so ziemlich 1:1, außer dass die beiden Deutsche sind. Da funktioniert die heissgeliebte "Ausländerkeule" leider nicht.
Blöd nur, dass höhere Strafen keinen Jugendlichen von sowas abhalten dürften, weil dazu müssten sie ja
daran denken, während sie Leute verprügeln. Dass das eine lachhafte Vorstellung ist, ist auch klar. Interessiert die CSU aber auch nicht. Dass allein in München 5000 Bundespolizisten fehlen und ein paar zig tausend Polizeistellen, das wird dabei gern vergessen. Dabei helfen weder Totalüberwachung noch höhere Strafen um Gewalt zu verhindern oder Opfer zu schützen. Nur dienen sie als populistische Forderungen, die vor allem einen Vorteil haben: Sie sind simpel, kosten nix und lenken davon ab, dass gerade die CSU fleißig dort gespart hat, wo jetzt das Problem ist, nämlich bei der Polizei. Dass diese Vorschläge nix bringen wird halt dem Wählervolk nicht gesagt. Man will es ja nicht überfordern...