Es gibt was neues im Internet und ich will natürlich gleich mitmachen. Was das ist? Der neue "Micropayment"-Dienst
Flattr. Damit kann mansich für beliebige Internetinhalten, die Flattr-aktiviert sind, bedanken, indem man ein paar Cents bezahlt. Nicht direkt sondern indem man den Button (bei mir unten rechts) klickt. Der Clou: Um so mehr man flattr'd, umso weniger bekommen die einzelnen Bedankten. Man kann nämlich mit einem Flattr Account einstellen, wieviel man pro Monat ausgeben möchte (2 Euro ist das Minimum, 20 Euro das Maximum). Dieser Betrag wird dann gleichmäßig auf jeden Beitrag verteilt, der geflattr'd wurde. Flattr'd man also nur einen Beitrag in einem Monat, bekommt der (z.B.) die 2 Euro. Flattr'd man 10 Einträge, bekommt jeder 20 Cent. Flattr'd man einen Monat mal gar nix und hat aber noch Geld, dann behält Flattr das Geld nicht sondern spendet es wohltätigen Zwecken. Auch das ist eigentlich ganz gut, da fühlt man sich gleich eher dazu geneigt, sein Konto dort ein wenig voller zu füllen. Kommt im Zweifel ja einem guten Zweck zu gute. :-)
Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich als Mitläufer versuche auf einen Zug aufzuspringen, der wohl für mich nichts bringt, aber es geht mir auch hauptsächlich darum, solche neuen Gadgets auszuprobieren. Man muss aber sagen, dass Flattr eine recht gute Idee ist wohl. Bekannte Blogs wie
Lawblog und
Spreeblick haben in kurzer Zeit damit über 30 bzw. 110 Euro verdient und viele Leser werden sicht gefreut haben, ob der Möglichkeit, sich endlich handfest zu bedanken. Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Es wird sich aber zeigen müssen, ob sich Flattr behaupten kann. Im Moment ist es noch neu und somit die Bereitschaft für die Nutzer größer, Geld auf diese Weise auszugeben. Flattr ist noch in den Kinderschuhen und muss sich erst noch beweisen.
Ich fürchte dass die Bereitschaft abnehmen wird, umsolänger Flattr existiert und damit nicht mehr was "Tolles Neues"™ ist. Sollte ich damit falsch liegen, so wäre das ein Schritt in eine Richtung, wie Content im Internet bezahlt werden kann fernab der restriktiven Methoden, die manche Zeitungen und Verlage einsetzen. Und dann könnte Flattr auch für diese interessant werden.