Ich habe ja
darauf hingewiesen gehabt, dass die LMU, meine Uni, am gestrigen Tage eine "Diskussion" zum Thema "Demokratie und Religion - Unvereinbar oder unzertrennbar?" hatte. Die Anführungszeichen bei "Diskussion" sind gerechtfertigt, denn im Ende waren sich doch alle toll einig, wie toll die Kirchen doch seien.
Reflektieren wir mal: 3-4 Christen (soweit erkennbar) von 4 Teilnehmern diskutieren über Religonen allgemein (und hauptsächlich über den "bösen Islam), moderiert von einem evangelischen Pfarrer. Kein Jude, kein Buddhist, kein Moslem, kein Atheist oder Freidenker in der Runde, i.e. keiner dabei, der das eh schon feststehende Ergebnis in Frage stellen bereit war. Einzig Prof. Dr. Schroth, der Studiendekan der juristischen Fakultät, war couragiert und forderte, als Strafrechtler, die Abschaffung des
§ 166 StGB.
Die Statements führten zur Bestätigung meiner im obigen Post getroffenen Vorhersagen (abgesehen davon, dass ich keine Frage stellen durfte). Besonders toll fand ich, dass alle irgendwie von einem "säkularen Staat" ausgegangen sind, den wir ja bekanntlich gar nicht haben, aber alle solche Behauptungen als Fakten akzeptieren. Es war nicht die einzige falsche Prämisse an diesem Abend.

Ich war danach noch auf einer, ein wenig mehr diskussionsartigen, Verantstaltung zum Thema Patientenverfügungen, wo die Brigitte Zypries auch hin fuhr, nämlich in der TU. Genauer gesagt, ich war nur dort, weil sie mich in ihrem Auto mitgenommen hatte. War auch ne Erfahrung mal, da fühlt man sich dann gleich wichtig ;-)
Und ich hab ein neues Foto für meine Sammlung "bekannte Genossen und ich". War also nicht alles negativ. Auch wenn ich erst nach 14 Stunden wieder aus der/den Uni/s kam.