Geschrieben von SoWhy in
Politik for Dummies | Donnerstag, 8. Februar 2007 |
Überall im schönen Bayernlande fällt an den Schulen der Unterricht aus, kranke Lehrer können nicht vertreten werden, an einigen Schulen müssen die Eltern die Grundschüler unterrichten, damit man sie nicht wieder nach Hause schicken muss. Die Eltern beschweren sich öffentlich und lautstark über die vollkommen verfehlte Bildungspolitik der Staatsregierung...
Kultusminister Schneider verweist darauf, dass Stoibers schwarze-Null-Haushalt ihn daran hindere, neue Lehrer zu bezahlen, verspricht aber den betroffenen Eltern 13 neue Lehrer zum Halbjahr, die von der örtlichen CSU-Abgeordneten als persönlicher Erfolg verkauft werden, die aber nur der Ausgleich sind für zum Halbjahr pensionierte Lehrer. Abhilfe schaffen sie nicht, denn die Verbände rechnen mit 500 nötigen Stellen, die dafür nötig wären, nur den Ausfall zu kompensieren. Von zusätzlichen Unterricht gar nicht zu sprechen.
Nun kann jeder verstehen, dass die Eltern sich, zu Recht, aufregen über eine unpassende Bildungspolitik der CSU-Regierung und es wäre schön, wenn diese es aufgeben würde, unpassende Statussymbole wie Transrapids zu erstreben und einen ausgeglichenen Haushalt, ein löbliches Ziel in den meisten Fällen, nur dann anstrebt, wenn es nicht auf Kosten der nötigen Ausgaben und vor allem auf Kosten der Zukunftschancen der bayerischen Kinder geht. Aber einen solchen Realitätsgewinn kann man nicht erwarten.
Im Endeffekt kann man den betreffenden Eltern nur eines sagen: Selbst Schuld! Denn die selben Eltern, die jetzt mehrheitlich über die verhunzte CSU-Politik jammern, wählen bei der nächsten Landtagswahl wieder mehrheitlich die CSU. Das ist dann angewandte Demokratie: "You get what you vote for", ums knapp zu sagen. Die Bürger des Freistaates sollten sich auch daran erinnern, dass sie doch auch selbst schuld sind, wenn die Politik schlecht mit ihnen umgeht.