Viacom, die Betreiberfirma von US-Sendern wie MTV, Nickelodeon oder Comedy Central, wird gerne als TV-Network angesehen, dass junge Menschen anspreche. So informieren sich ein großer Teil der jungen Erwachsenen über das Geschehen in der Politik hauptsächlich über die satirische Nachrichten-Sendung "
The Daily Show". MTV, Nickelodeon und Comedy Central zielen alle auf ein jüngeres Publikum, dass erfahrungsgemäß den meisten Umgang mit den neuen Medien und natürlich Dingen wie dem Web 2.0.
Dennoch hat Viacom, anders als der frühere Firmenteil, der heute als CBS bekannt ist, den Anschluss an die neuen Medien irgendwie verschlafen und übt sich nun als Spielverderber. Nachdem Verhandlungen mit Google gescheitert sind,
fordert Viacom deshalb, dass mehr als 100.000 Videos aus YouTube verschwinden sollen. Man kann sich nur wundern, was die Viacom-Chefs da geritten hat, zu solchen Schritten überzugehen, die bei ihrer Zielgruppe sicherlich nicht gut ankommen werden und die die eigenen Comedians wie
Stephen Colbert in ihren Shows kritisieren.
Natürlich muss man sagen, dass Viacom seine Rechte schützen darf und schützen muss und verhindern muss, dass durch das illegale Verbreiten seiner Inhalte Umsätze ausbleiben. Wenn es jedoch Shows wie The Daily Show oder The Colbert Report betrifft, läuft diese Argumentation ins Leere, denn diese werden nicht vermarktet als DVD oder ähnliches und für einen kurzen Clip würde auch kein Mensch verlangen können, dass man sich die ganze Show kauft. YouTube schadet also Viacom in keinster Weise, sondern erschließt ihnen neue Zuschauer, die vormals das Ganze nicht kannten. CBS und NBC haben das kapiert. Fox und Viacom verschließen sich dieser Erkenntnis. Ob das der Zielgruppe gefällt?