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Merkwürdige Ähnlichkeiten der Affaire Schrägle mit dem Fall Pauli, siehe z. B. den Artikel zum Hohlmeier-Untersuchungsausschuss
vom November letzten Jahres, gefunden in: www.g8protest.de/forum/index.php Freilassinger Anzeiger vom 29.11.2005, Seite 9 Friedrich Schrägle Opfer einer Intrige? Ehemaliger Laufener Schulleiter sagt erneut vor dem Hohlmeier-Ausschuss aus LAUFEN – Nachdem zum ersten Aussagetermin von Oberstudiendirektor Friedrich Schrägle vor dem Hohlmeier-Untersuchungsausschuss das Staatsministerium für Unterricht und Kultus wichtige Unterlagen nicht beigebracht hatte (wir berichteten), war nun ein zweiter Aussagetermin anberaumt worden. Die Vertreter von SPD und Grünen sprachen dabei von einer Intrige, der der frühere Leiter des Rottmayr-Gymnasiums zum Opfer gefallen sei. Die abschließende Bewertung steht erst mit dem Ergebnis des Untersuchungsausschusses zu erwarten. Zu Beginn der mehr als zweistündigen Vernehmung (ursprünglich waren nur 45 Minuten veranschlagt) wurde der ehemalige Schulleiter vom Ausschussvorsitzenden Engelbert Kupka (CSU) zu den Vorwürfen der 26 Punkte des Elternbeirats, die ursächlich die Turbulenzen am Rottmayr-Gymnasium ausgelöst hatten, befragt. Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, ob die Vorwürfe zu Recht erhoben wurden oder nur ein Vorwand sein sollten, den G8-kritischen Schulleiter durch das Ministerium abstrafen zu können. Engelbert Kupka befragte, ob er als Schulleiter nicht pflichtgemäß gehandelt habe, als die Anzahl der Fahrten am Rottmayr-Gymnasium aufgrund der Einführung des G8 reduziert werden sollte. Ebenso stand im Mittelpunkt, ob Schrägle bei Beschwerden über Lehrkräfte nicht adäquat reagiert habe beziehungsweise ob er Eltern bezüglich der Schulwegkostenfreiheit wissentlich falsch unterrichtet habe. Der ehemalige Direktor legte dar, dass er jeweils mit der entsprechenden Umsicht pflichtgemäß gehandelt habe. Im Anschluss an den Ausschussvorsitzenden befragten die Vertreter der Opposition, Karin Radermacher, Hans-Ulrich Pfaffmann (beide SPD) und Margarete Bause (Bündnis 90/Grüne) den Zeugen. Dabei kamen pikante Details zur Sprache, die die ganze Affäre Schrägle in einem anderen Licht erscheinen lassen und untermauern, dass der Schulleiter aufgrund seiner G8-Kritik Laufen verlassen musste. So stellte Radermacher fest, dass die Beschwerden der Eltern, die im Übrigen nicht außergewöhnlich für eine Schule dieser Größe angesehen wurden, im Ministerium so lange als nicht erwähnenswert betrachtet wurden, so lange sich der Schulleiter nicht kritisch zum G8 geäußert hatte. Erst nach den ersten kritischen Anmerkungen von Schrägle zum G8 im Frühjahr 2004 sei das Kultusministerium aktiv geworden und habe Indizien für vermeintliche Verfehlungen des Schulleiters gesammelt. Ebenfalls sei durch die Aussage Friedrich Schrägles bekannt geworden, dass in diesem Zusammenhang seine frühere Stellvertreterin in der ganzen Angelegenheit eine unrühmliche Rolle gespielt hatte: Diese sei unter anderem vom Ministerium aufgefordert worden nachzuforschen, ob es gegen Schrägle „noch etwas“ gäbe. Auch das Wirken von Dr. Bernhard Heinloth, dem vom Ministerium zwischenzeitlich eingesetzten Mediator, wurde von der Opposition als sehr kritisch, wenn nicht sogar als skandalös betrachtet. So habe Dr. Heinloth auf die Tagesordnung einer Personalversammlung Einfluss genommen, obwohl er dazu nicht die Befugnis gehabt habe. Ebenso habe er seinen ursprünglichen Auftrag, den Schulfrieden am Rottmayr-Gymnasium wieder herzustellen, gerade dadurch ad absurdum geführt, dass von ihm die Elterbeiratswahl zweimal verschoben worden sei, um damit die Irritationen an der Schule möglichst lange bestehen zu lassen. Abschließend sprach die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Margarete Bause, von einer „üblen Intrige“, der Friedrich Schrägle zum Opfer gefallen sei. Allerdings sei er mit dem heutigen Tag zumindest in der Öffentlichkeit rehabilitiert. Nun sei es am Staatsministerium für Unterricht und Kultus, diese Rehabilitation auch umzusetzen und ihn an das Rottmayr-Gymnasium zurückkehren zu lassen. eigene Anmerkung: Inzwischen hat das Verwaltungsgericht bekanntlich die rechtswidrige Vorgehensweise des Kultusministeriums bestätigt.
Hab ich auch geschrieben, das KuMi wehrt sich ja dennoch immernoch dagegen, das einzugestehen. Die Affäre hat viele Ähnlichkeiten, solche Methoden gehören ja zum Repertoire der CSU - leider.
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