"Wenn man schon keine Lösung hat, dann muss man wenigstens was tun." So oder so ähnlich muss sich Siggy Schneider, Bayerns oberster Bildungsverbr...äh...minister gedacht haben, als seine CSU-Kollegen und er ein generelles Handyverbot für alle Schüler durchgesetzt haben. Moment mal, wird ein Großteil der venunftbegabten Menschen jetzt denken, das hindert die Jugendlichen doch in keinster Weise daran, Gewalt- und Porno-Videos, den eigentlichen Grund dieses Verbots, auszutauschen. Sie machens halt etwas geheimer. Aber wir waren ja alle mal jung und wissen, dass Verbotenes immer den besonderen Reiz ausübt. Nun, nicht alle, bei der CSU ham sie das vergessen.
On a side note möchte ich der meinigen Partei übel nehmen, dass sie das beschlossene Verbot (mit Ausnahmen nur für Notfälle, Unterrichtsausfall und Bus-Verspätungen) nicht als ein generelles Verbot erkennen und ein wenig froh sind. Also bitte, liebe Genossen im Landtag, das ist trotz allem ein generelles Verbot. Und damit komplett schwachsinnig, weil es das eigentliche Problem nicht löst. Warscheinlich verschärft es das nur noch, weil jetzt auch die bisher uninteressierten Schüler wissen wollen, wegen was für Videos sie in Pausen ihr Handy nicht mehr benützen dürfen. Achja und keinem Lehrer kann zugemutet werden, dass er alle Schüler kontrolliert, ob deren Handys aus sind. Alles in allem also eine Phantom-Lösung. Man konnte es ja erwarten von der CSU.