Die falsche Art des AberglaubensTrackbacks
Trackback für spezifische URI dieses Eintrags
Keine Trackbacks
Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
Naja, in Deutschland heißt das mit der "anerkannten Körperschaft des öffentlichen Rechts" ja nichts anderes, als dass die entsprechende Religion auch als Religion anerkannt ist. Ansonsten könnte ja jeder sich als Jedi oder Anhänger der Religion des Spaghettimonsters bezeichnen und dafür den grundgesetzlichen Schutz einfordern. Das ist schon schwierig - sollte jemand, der der einzige Anhänger seiner Religion ist, religiöse Rechte verlangen können? Echt schwierig...
Natürlich. Art. 4 GG muss für alle oder für keinen gelten, wegen Art. 3 GG allein schon. Es kann ja kein Diskriminierungsrecht geben aufgrund der Quantität der Anhänger eines Aberglaubens. Ich seh da keine Schwierigkeit, sonst würde die Religionsfreiheit im Endeffekt nur zu einem Schutzrecht der christlichen Großkirchen...und das kann und darf sie nicht sein.
Also, ich finde das nicht so einfach. Es geht ja nicht wirklich um die Quantität, sondern vielmehr um die Ernsthaftigkeit des Glaubens, die mittelbar durch die Zahl der Anhänger getestet wird. Mein Verweis auf Jedi und das Spaghettimonster war nicht dafür da, andere Religionen ins Lächerliche zu ziehen, sondern vielmehr als Beispiel für wenig ernsthafte "Religionen".
Die Frage, die ich dir dann stellen will ist: Welches Recht hast du als Außenstehender zu bestimmen, ab wann jemand ernsthaft glaubt? Natürlich, das FSM z.B. ist als Spaßreligion konzipiert, aber seine Aussagen sind nicht absurder als die des Christentums oder anderer Religionen. Dementsprechend kann es gut möglich sein, dass jemand der in der Lage ist, genug "Doppeldenk" für das Christentum aufzubringen auch in der Lage wäre, das selbe auf das FSM zu übertragen. Kann ich jemanden, der fest an das FSM glaubt die Religionsfreiheit absprechen, nur weil diese Religion erst vor kurzem erfunden wurde und nicht vor 2000 Jahren?
Ist mir schon klar, ich habe ja auch mehrfach festgestellt, dass die Sache nicht so einfach ist.
Wie gesagt, ich seh dein Problem jetzt nicht in diesem Fall, für mich ist die Sache einfach: Alle oder keine. Ich sehe keine Grundlage, nach welcher der Staat ein Recht hätte, eine Religion der anderen vorzuziehen (obgleich er das in Realität natürlich leider tut).
Rein praktische Probleme. Den Befindlichkeiten und Bedürfnissen einer prinzipiell unbegrenzten Anzahl an Religionen Raum zu geben, scheint mir fast unmöglich. Insbesondere, wenn es allzu leicht ist, einfach zu behaupten, man hinge einer solchen oder solchen Religion an, die dies oder jenes ge- oder verbiete, wenn man sich damit Vorteile verschaffen will. Denn es kann mich ja auch niemand daran hindern, alle paar Stunden meine Religion zu wechseln. Willst Du beurteilen, ob sich für mich nicht wirklich sehr häufig ein einschneidender Bewusstseins- und Sinneswandel ergibt?
Logisch. Ich spreche auch rein rechtstheoretisch: Wenn es eine Freiheit gibt, aufgrund von Religion von staatlichen Pflichten befreit zu werden, muss diese Freiheit auch für jene gelten, die sie missbrauchen, denn sonst ist es Willkür. Persönlich bin ich der Meinung, dass keinerlei Religion einen Grund bieten darf, die staatsbürgerlichen Pflichten zu beschränken oder die Rechte zu erweitern. Religion ist Privatsache und keine Religion sollte in irgendeiner Weise in der Staatspraxis eine Rolle spielen. Weder positiv noch negativ.
Da dem nicht so ist und religiöse Überzeugungen in vielen Fällen eine Art "Overwrite" darstellen, mit der Anhänger dieser Religion von Pflichten freigestellt werden, müssen wenigstens alle Religionen in gleicher Weise behandelt werden (auch wenn es missbraucht werden kann) - Ansonsten ist es staatliche Willkür. Es mag zwar fies erscheinen, aber man kann in diesem Fall eine Analogie zur NPD ziehen: Auch jene ist eine nicht-verbotene Partei und der Staat ist gezwungen sie wie alle anderen Parteien zu behandeln, wie sehr es uns als Demokraten auch schmerzen mag. Kommentar schreiben
|
HTC Desire, Vodafone und Frust über UpdatesDer Blog-Eintrag "HTC Desire, Vodafone und Frust über Updates" mit der Anleitung, wie man das HTC Desire einfach debrandet und auf Android 2.2 (Froyo) updated befindet sich wegen der großen Nachfrage nun auf einer eigenen statischen Seite.
Bitte entschuldigt die Unannehmlichkeiten durch den kurzzeitigen Ausfall der Seite! Random Quote"Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage."
Gezwitschertes |
TagsKalender
Blogroll24 Stunden
Atheist und gut ...Begrenzte Wissenschaft... BILDblog B.L.O.G. Die Welt, wie ich sie sehe Dr. Engels Seziertisch Hennings Blog Hokeys Blogs LawBlog Limited - Politik und Propaganda Maik Rottmann Nerdcore OneHuman Stefan Niggemeier Quality Rebellen ohne Markt Robin Haseler Scott Adams' Blog (en) SkepTicker Step around the World Spreeblick Willkommen am GPunkt Xivoo Stuff |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||