Ich kann es kaum glauben und ich tue es immer noch nicht wirklich, aber auch die CSU kann demokratisch sein. Denn, so habe ich heute gelesen, nicht alle dort wünschen sich die Hohlmeier reinzuwaschen,
wie es die Landtagsfraktion gern hätte. Die Münchner CSU (sonst eher bekannt dafür, populistische Statements abzusondern), welche ja auch die Hauptopfer von Monis Machenschaften waren, rebelliert jetzt gegen die CSU im Landtag und vor allem gegen den Untersuchungsausschuss und deren Vorsitzenden Engelbert Kupka. Denn jener hat in seinem Abschlussbericht geschrieben, dass man ihr nichts zur Last legen könnte. Außerdem hielt er einen geständigen und vom AG München für glaubhaft gehaltenen Zeugen für unglaubwürdig, weil er es ja scheinbar besser weiß. Diese Überheblichkeit und dieser "Auftrag zur Weißwaschung" stoßen selbst der sonst sehr zahmen Münchner CSU sauer auf und sie fordert eine Korrektur, zu der Kupka natürlich nicht bereit ist.
Aber zur Münchner CSU noch kurz: Mein Grundsatz war schon immer, auch bei jedem Gegner anzuerkennen, wenn er sich richtig verhält. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle meinen Respekt aussprechen, für diese, wenn auch zaghafte, Rebellion der Münchner CSU. Und meine Entschuldigung, für die Pauschalisierung im oben verlinkten Beitrag. In diesem Fall lag ich damit wohl falsch.