Geschrieben von SoWhy in
Me, Myself & I , Politik for Dummies | Montag, 4. Dezember 2006 |
Ich wusste es ja, ich werd nicht alles durchhalten. Zum Beispiel hab ich gestern zum Leidwesen aller Leser *hust* keinen dieser Posts gebracht, der ja eigentlich schon Nummer VI sein müsste. Aber einen Post vom Rahmen "Aufgestanden, gebügelt, Hausarbeit gemacht, fern gesehen, geschlafen" wollte ich dann auch nicht wirklich tun. Man könnte ja meinen, ich würde spammen. Aber zum Thema...The Moral Of Today's Day Is: "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt". Abgedroschen, aber wahr. Wieso ich das sage? Zwei Gründe actually: - Hessen und die dortige SPD. Nachdem 18 von 26 Unterbezirken Frank Walter bevorzugt haben als Kandidaten, haben die Delegierten das gepflegt ignoriert, erstmal bei der Wahl 172 zu 172 gestimmt um dann im zweiten Wahlgang Andrea Ypsilanti mit 175 zu 165 zu küren. Natürlich, die Delegierten sind nicht gebunden an die Entscheidungen der UBs, aber etwas blöd kommt es doch rüber, wenn man sie erst fragt und dann doch nicht tut, was sie wollen. Und zwar vor allem beim Wähler kommt das blöd an...abgesehen davon, dass die Schlammschlacht weitergehen dürfte. Das wird wohl nichts Genossen, wenn ihr euch nicht bald zusammenrauft gewinnt der Koch nur deshalb, weil ihr eine Chaotentruppe darstellt...
- Heute war auch Wirtschaftspolitischer Parteitag der Münchner SPD und weil bald (2008) Kommunalwahlen sind, hat sich die gesamte Parteiprominenz die Ehre gegeben, inklusive dem OB Christian Ude, Franz Maget, Bürgermeisterin Christine Strobl (die mich irgendwie ignoriert hat), einen Haufen Stadträten, Referenten und Landtagsabgeordneten. Auch dabei: Georg Kronawitter, der Hochhaushasser, der als Wortmeldung zum Thema "Vermögenssteuer" eine 20minütige Seelenwärmung vortrug, die 0 mit dem Thema zu tun hatte und die meisten mitdenkenden Genossen gelangweilt hat. Aber auch die SPD hat ein Herz für Reden, die nur das Offensichtliche wiedergeben, weshalb sie ihn feiernden. Wieso aber die obige Moral? Nunja, zwei Anträge waren besonders, ich muss es so sagen, schwachsinnig. Ich wollte schon beinahe mich melden und dagegen reden, aber ich bin kein guter Redner, außerdem hatte ich damit gerechnet, dass die Antragskommission Ablehnung empfehlen würde. Denkste! So unterstützt die Münchner SPD nun offiziell das noch mehr alte Menschen (entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung) in Mandate kommen sollen (needless to say, dass die Mehrheit der Delegierten alt waren), was vollkommen dem Konzept widerspricht, den politischen Nachwuchs zu fördern. Von 36 Stadträten ist genau einer im Jusos-Alter und auch dort aktiv. Einer! Und das stört die AG 60plus scheinbar, das scheint ihnen schon einer zu viel. Und außerdem ist die Mehrheit der Delegierten auch auf Rüttgers reingefallen und fordert jetzt das selbe wie er, mit dem Zusatz, das bei Jungen nicht gekürzt werden dürfte. Leider fällt hin und wieder Populismus auch bei der SPD auf fruchtbaren Boden. Natürlich stand in dem Antrag nichts davon, wie das realisiert werden soll oder finanziert. Aber da scheinbar keiner der befürwortenden Delegierten gegen Krankheit oder Feuer versichert scheint, wussten sie halt wohl nicht, wie eine Risikoversicherung funktioniert. Keine Partei ist perfekt halt...
Und jetzt bin ich zu genervt und geh ins Bett. Was für ein stranger Tag.
PS: Achja, in der Uni war ich heute auch noch mal, ich erinnere mich dunkel. Es ging um Folgen von Urteilen und dass alle Parteien an diese gebunden seien. Der Genosse Rimmelspacher, mein ZPO-Prof, benutzte das Bild eines Basislagers von dem aus wir einen komplizierten Aufstieg zu den Schwierigkeiten des Problems machen würden. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir dieses Basislager verlassen hätten. 1
1 Möglicherweise doch, aber dann war das nur eine Düne, die wir bestiegen haben. Höhenunterschiede habe ich wirklich nicht bemerkt. Und nein, ich bin nicht die Sitzreihen hochgeklettert um zu sehen, ob weiter hinten mehr Probleme warten würden.1a
1a Die Damenreihe hinter mir ließ mich nicht vorbei...
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