Geschrieben von SoWhy in
Politik for Dummies | Freitag, 10. November 2006 |
Schönes neues Bayernland, Rassismus ist dir bekannt.
Oh du mein Bayernland, hass die Ausländer, ganz gewandt.
Führer Gestalt das wünschst du dir, Wahlen sind nicht dein Bier.
Die Nazis waren nicht so schlimm, rufst du dir selber zu,
Hassen wir die Juden gut, das löst die Probleme im nu...
So oder so ähnlich könnte die Ode an das Bayernland heute aussehen, glaubt man einer Studie der Uni Leipzig im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Denn nach deren Ergebnissen, sind die Bayern zu 16,4% antisemitisch, zu 42,4% ausländerfeindlich, halten 8,1% der Bayern den Nationalsozialismus für wenig schlimm und wünschen sich 10,6% sich einen Führer. Nun gut, mag der geneigte Leser sagen, nen Führer haben sie schon, König Edmund I. und seine königlich bayerische Staatspartei und dass Bayern Ausländer hassen, war auch schon bekannt. Nichts neues also? Vielleicht, aber erschreckend ist das schon. So erschreckend, dass sich das Haus von Günther Beckstein bemüht, schnell zu versichern, dass diese Zahlen so nicht stimmen, immerhin stammen sie von einer "SPD-Stiftung" und einziges Ziel der Bundes-SPD ist es ja bekanntlich, Günther Beckstein zu ärgern. "Manipulativ" seien die Zahlen und "nicht repräsentativ", weil man ja nicht alle 13 Millionen Bayern befragt habe. Nein echt? Info: Bei Umfragen befragt man immer nur einen Teil der Bevölkerung, meist um die 1000 Leute. Und nicht die FES hat diese Umfragen durchgeführt, sondern die Uni Leipzig, nach Fragen, die 2001(!) bereits von führenden Politologen ausgearbeitet wurden. Insofern kann man kaum von Manipulationsversuchen der FES sprechen, die versuchen würden, Bayern in die rechte Ecke zu stellen. Ist ja auch nicht nötig, offensichtlich ist Bayern nämlich schon dort....