Geschrieben von SoWhy in
Learning by studying , Politik for Dummies | Dienstag, 7. November 2006 |
Fehler machen wir ja alle. Und eine Tugend ist es ja, aus diesen zu lernen, seine Fehler einzusehen und seine Meinungen entsprechend anzupassen. Das war schon immer meine Meinung und da ich mehr als genug Fehler mach, hab ich auch mehr als genug Möglichkeiten, daraus zu lernen. Zum Beispiel hab ich einige Tage die Uni verflucht und einige Leute genervt, weil ich meine Zwischenprüfungsklausur nicht finden konnte. Gestern hab ich sie gefunden, zu Hause. Ich weiß zwar nicht, wie sie dort hin kam, aber ich weiß, dass ich im Unrecht war. Da ist wohl eine Entschuldigung bei den Leuten fällig, die ich zu Unrecht genervt hab.
Auch andere Leute machen gerne Fehler, zum Beispiel die CSU und ihr aller Generalsekretär Markus Söder. Der tut jetzt so, als würde im Profil der CSU noch etwas grün fehlen und malt fleißig am Image der Partei rum. Nur ist es in der Politik was anderes: Wer Fehler macht und sie eingesteht, der ist natürlich auch dort zu bewundern. Nur wer seine Aussagen ändert, so tut als habe er aus den Fehlern gelernt, seine Meinungen aber nicht, der ist unglaubwürdig. Und Markus Söder hat erst grad, wie der Spiegel abdruckte, eine Frage von Peter Ramsauer, wieso er jetzt für den Ausbau der Arbeitslosenunterstützung ist, geantwortet, dass "die Basis es so wolle." Bravo Herr Söder, wenn sie als Generalsekretär die Meinung der Basis wiedergeben. Nur ist es schlechter Stil, zu behaupten, eigene Meinungen zu haben, wenn man doch nur das plappert, was die Leute gerade hören wollen. Wer allen versucht zu gefallen, gefällt am Ende keinem. Oder, um den großen CSU-Vorsitzenden Franz-Josef Strauß mit seinem einzig brauchbaren Ausspruch zu zitieren: "Everybody's darling is everybody's Depp".