(...) wird Demokratie zumeist als allgemeiner Sammelbegriff für Herrschaftsformen gebraucht, deren Herrschaftsgrundlage aus dem Volk abgeleitet wird.
Soweit
Wikipedia. Unsere Freunde von der CDU in Hamburg sehen das Volk nicht als ganz so wichtig an. Es darf zwar brav CDU wählen, aber mehr auch nicht. Wenn es dennoch etwas entscheidet, so scheint dies der CDU ein Dorn im Auge. So geschehen 2004: Das Volk hatte in einem Volksentscheid beschlossen, dass es ein neues Wahlrecht möchte, dass Kumulieren und Panaschieren erlaubt, ähnlich dem bayerischen. Damit kann der Wähler nach seiner Wahl die starren Parteilisten aufbrechen und auch Leute nach vorne holen, die auf der Liste weit hinten stehen. So wollte es der Wähler also. Aber nicht die örtliche CDU. Die hat nämlich mit ihrer absoluten Mehrheit diesen Beschluss nahezu aufgehoben, mit der Begründung dieses Wahlrecht sei zu kompliziert. Und ich dachte immer, was ein Bayer kann, kann jeder andere auch. Der wahre Grund dürfte wo anders liegen: Nämlich darin, dass Kumulieren und Panaschieren der CDU unmöglich macht, starr im Hinterzimmer auszukungeln, wer ins Parlament darf. Das wär ja schade. Was ist gegen dieses Kalkül schon der Wille der Hamburger Wähler? Nicht viel scheinbar. Eine solche Ignoranz ist sehr christlich, aber nicht sehr demokratisch. Doch christlich und demokratisch zusammen ist sowieso ein
Oxymoron...