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Lieber SoWhy,
jetzt geh' doch mal dabei und schreib' mir aus der Perspektive des Anwalt des Teufels einen Text darüber, was die Jungen und Alten in den betroffenen Gebieten machen sollen, wenn man ihnen ihr furzig-braunes Stelldichein bei Glatze, Gröhlen und Verfassungsfeindlichkeit verbietet. Denn wenn Du das nicht machst, mache ich das irgendwann. Du könntest zum Beispiel die These "Wenn sich die anderen Parteien für den Osten zu schade sind, ist's legitim, dass dort die NPD abgrast" in der Luft zerreißen. Eine schwere Aufgabe, aber man kann das schaffen.
Sie könnten ja Bier, Gröhlen und Verfassungstreue versuchen wie die BILD-Leser im Westen ;-)
Die These "Wenn sich die anderen Parteien für den Osten zu schade sind, ist's legitim, dass dort die NPD abgrast" ist sowieso falsch. Nicht das Abgrasen der NPD sollte die Folge sein, sondern eine Verstärkung der Aktivitäten der anderen Parteien. Ob sie was tun ist eine andere Sache...
Ein Verbot der NPD ist der falsche Weg, denn nur weil die Partei verboten wird verschwinden die Menschen hinter der Idee nicht. Wundert mich ehrlich gesagt, dass du dich für ein Verbot der NPD aussprichst. Solche konservativen Spießergedanken (was wir nicht wollen verbieten wir einfach) hätte ich dir gar nicht zugetraut ^^
Aber mal im Ernst: wichtig ist, dass man den Leuten klar macht, dass die NPD ihnen kein bisschen helfen wird. Man muss den Leuten klar machen, dass ausserhalb von Deutschland noch viel mehr existiert und die NPD einfach nicht global genug denkt. "Über die Grenzen von Deutschland" zu reden wäre das erste (und wahrscheinlich auch einzige) Thema, dass den NPD Vertretern zum Thema Auslandspolitik einfallen würde. Ach ja: und bloss keinen mehr reinlassen. Ein Verbot ändert gar nichts.
Ich spreche mich für ein Verbotsverfahren aus, nicht ein Verbot an sich. Was ich wünsche ist Klarheit vor dem Grundgesetz. Und das sieht nunmal auch vor, dass Parteien die gegen die FDGO kämpfen, verboten sind. Nur dieses Verbot muss vom BVerfG ausgesprochen werden.
Natürlich, du hast recht, die grundlegenden Probleme dahinter müssen bekämpft werden und das habe ich auch so geschrieben. Ein Verbot der NPD schafft kurzfristige Ruhe und weckt vllt einige Protestwähler auf, die dachten, eine legale, wenn auch extreme Partei zu unterstützen. Aber abgesehen davon müssen die Probleme bekämpft werden. Das eine schließt das andere aber nicht aus. Realistisch gesehen muss man sagen, dass niemals alle zur Vernunft kommen werden. Und dem Rest muss man seine Plattform nehmen...
Tut mir leid, dann habe ich Teile deines Eintrags mißinterpretiert. Die Frage ist natürlich: Nimmst du dem Rest tatsächlich die Plattform? Die NPD ist nicht die einzige Partei ihrer Art. Selbst wenn sie verboten werden sollte werden sich andere Parteien den "verlorenen Schäfchen" annehmen. Da steht dann die Frage im Raum: Lieber mehrere Parteien, die jede für sich eher weniger Stimmen hat. Oder machen wir die Bekannteste von ihnen platt und stärken damit vielleicht auch noch den Rest?
Diese Logik ist nicht mehr passend, nachdem NPD und DVU sich absprechen. Da sie nicht mehr gegeneinander antreten, kriegen sie jedesmal alle Stimmen aus diesem Lager. Also macht es keinen Unterschied.
Außerdem, ein Verbot wäre nur die Feststellung der schon bekannten Verfassungsfeindlichkeit der NPD. Sie wäre heute nicht verfassungstreuer als nach einem Verbot, wenn eines erfolgreich wäre.
Unter http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,438136,00.html spricht sich Uwe-Karsten Heye für Gewalt gegen Andersdenkende und Andersaussehende, sprich Regelverletzer aus:
"Wichtiger wäre dagegen, wenn ab sofort Staat und Gesellschaft Regelverletzungen oder gar Gewalt nicht mehr dulden würden - sondern mit aller erdenklichen Härte dagegen vorgingen." Also gehen wir mit aller erdenklichen Härte gegen die Regelverletzer vor! Schöne Heye-Rassisten-Welt.
Was Heye schreibt ist gar nicht so blöd, das meiste ist logisch, besseres Bildungssystem, mehr Sozialsysteme, verbesserte Kinderbetreuung oder mehr Geld für Mittel gegen Rechts.
Und "alle erdenkliche Härte" ist für einen Demokraten, für den ich Heye sicherlich halten darf, jedes Mittel, dass ein Rechtsstaat einsetzen kann. Kein Demokrat würde körperliche Gewalt "erdenklich" sehen. Was Heye will ist, dass die Politik aufhört zu bagatellisieren, dass sie die Rechten nicht nur bei Wahlen bemerkt und dann große Töne spuckt, die sie nicht hält. Ich sehe kein Problem mit den Forderungen Heyes.... Kommentar schreiben
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