Geschrieben von SoWhy in
Politik for Dummies | Montag, 17. Juli 2006 |
Rheinland-Pfalz ist zur Zeit ein Magnet, jedenfalls für Studierende. Weil rundherum alles schwarz, will sagen, CDU-regiert ist, fliehen die Studenten aus Hessen, dem Saarland, BaWü und NRW in das schöne, gebührenfreie Rheinland-Pfalz. Weil dies natürlich eine ungeheure Belastung für die Unis des Landes darstellt und die Länder, aus denen die Studenten fliehen, sicherlich deren Ausbildung woanders nicht finanzieren, hat man in Mainz zur Notbremse gegriffen und Gebühren eingeführt für all diejenigen, die von außerhalb kommen. Jeder, der nach Rheinland-Pfalz zieht, kommt dagegen in den Genuss der Gebührenfreiheit.
Das regt, wen wunderts, die CDU auf. Sie spricht, man höre und staune, von einem Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Liebe Frau Schavan, sie haben da was missverstanden: Die Studienflüchtlinge nach Mainz und Co. werden gleich behandelt, nämlich genau so, als wären sie nicht geflohen, ist doch logisch. Erst unsoziale Studiengebühren festlegen und dann sich über die mangelnde Sozialgaben anderer aufregen, so geht das auch nicht. Man kann es Mainz nicht verdenken, dass es keine Lust hat, zehntausende Studenten aufzunehmen, die die Herkunftsländer dann weniger kosten und dafür keinen müden Cent zu bekommen. Insofern täten es die Regierungen der Nachbarländer eher gut daran, ihre Kassier-Mentalität zu überdenken als sich aufzuregen, dass einer ihrer Nachbarn noch weiß, was sozial ist...