Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder im Land in dem die Kirchen und Religionen noch soviel zu sagen haben. Heute war ein solcher Tag. Die Initiative "Pro Reli", die den allgemeinen Ethikunterricht in Berlin durch wahlweise Religion ersetzen lassen wollte,
ist gescheitert. Und das überraschend deutlich: 51,3% der Wähler entschieden sich sogar explizit dagegen, nur 14,2% dafür.
"Pro Reli" hat monatelang gegen den Ethikunterricht in Berlin mobil gemacht, man könnte fast sagen gehetzt. Kirchen, Politiker wie Angela Merkel und die CDU und die gesamte Springer-Presse (siehe
BILDBlog haben unermüdlich geschrien, dass die Initiative nötig sei, um die "Freiheit" zu bewahren. Kein Wort davon, dass Religion ja trotzdem angeboten wird...nur halt auf freiwilliger Basis. Dass dort immer weniger Schüler hingehen ist das Versagen der Kirchen und das wollten sie kaschieren, indem sie es zur Pflicht machen. Und das ab der 1. Klasse, nicht wie Ethik ab der 7. Klasse. Die Entscheidung in Berlin ist eine befriedigende Antwort der Wähler auf solche Kampagnen und eine Niederlage nicht nur für "Pro Reli", sondern auch für die Kampagnen der Springer-Presse und der CDU in der Hauptstadt. Denn der Wähler ist nicht so dumm wie manch einer der Befürworter gedacht hätte. Zum Glück.