Ich bin ja generell kein großer Freund des Islams, genauso wenig wie anderer Religionen halt. Da der Islam ja den selben Gott wie Juden und Christen anbetet, ist es auch eigentlich das Gleiche, nur halt mit anderen völlig absurden Ritualen.
Die bayerische Staatsregierung, tief vom Gedanken des Katholizismus als einzig wahre Religion und dem Protestantismus als Beigabe für nördlichere Wähler getragen, sieht das ähnlich, wenngleich aus anderen Gründen. Für die ist die Ablehnung des Islams eine Ablehnung unerwünschter Konkurrenz und Ausländer, weil ja die meistens Moslems sind. Meint die Staatsregierung. Als eine islamische Gemeinde deshalb in München
ein Schulungszentrum für Imane gründen wollte, war die Regierung wenig begeistert. Möglicherweise hatten sie Angst, sie müssten das wie die Ausbildung christlicher Pfarrer aus Steuermitteln bezahlen. Wahrscheinlicher ist aber, da die islamische Gemeinde ja keine Hochschul-Professur forderte, dass sie vor irgendwelchen Islamisten-Connections Angst hat. Nun mag es ja auch sein, dass die Gemeinde, die als recht offen und moderat gilt, mit Moschee-Führungen und Deutschkursen für Frauen, ja wirklich was mit islamistischen Extremisten am Hut hat. Aber zwei Gründe sprechen dafür, es zu erlauben:
1.) Die Gleichbehandlung vor dem Gesetze. Entweder muss jede Religion oder keine Religion das dürfen. Na gut, eigentlich erfordert Art. 3 GG in dem Fall sogar, dass der Freistaat das Ganze wie bei den Christen auch bezahlt. Aber schon aus Art. 4 GG ergibt sich das Recht, dass jede Religionsgemeinschaft ihre Priester ausbilden darf. Gehört ja quasi meistens dazu^^
2.) Die Integration. Zur Zeit werden die in Deutschland eingesetzten Imane im Ausland ausgebildet, mit was weiß ich was für Ansichten und Kenntnissen. Sie kommen in fremde Gemeinden und sollen dort einen Islam predigen, der mit dem Grundgesetz im Einklang steht? Abgesehen davon, ist eine Ausbildungsstätte mitten in München einfacher zu überwachen als eine solche in irgendeinem islamischen Land. Wenn die also wirklich Verbindungen zu Islamisten haben, dann wäre es für die Sicherheit des Landes besser, wenn man genau weiß, wo die Verdächtigen sitzen. Offensichtlich hat das Innenministerium nicht soweit mitgedacht...