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Alles, Etwas oder Nichts , Wide (and) Wild Web | Freitag, 24. August 2007 |
Herzlich Willkommen zu dieser (wohl nicht sehr langen Serie) "Sinnvolle Werbespots". Ich weiß, dass die meisten Leute sowieso treue BILDBlog-Leser sind, aber vielleicht hat der ein oder andere noch nicht mitgekriegt, dass die Jungs und Mädels jetzt (wenngleich vorerst nur in kleinen Sendern wie MTV) Werbung für sich machen. Und zwar mit Anke Engelke und Christoph Maria Herbst als Hauptdarsteller, die das Ganze umsonst gemacht und produziert haben. Und weil der Spot nicht nur für eine gute Seite, sondern auch witzig ist, würd ich empfehlen: anschauen!
Geschrieben von SoWhy in
Politik for Dummies | Mittwoch, 22. August 2007 |
Vor mehr als 70 Jahren, genauer gesagt 1934, wurde eine gewisse Magnetschwebetechnologie patentiert, die die Basis für den Transrapid ist. 1969 wurde mit Planungen dazu begonnen. Das von Stoiber und Co. mit aller Kraft betriebene Zukunftsprojekt ist also nicht wirklich neu. Sogar ziemlich alt. Seit 70 Jahren hat man in dem Land also diese tolle Technologie und bisher war keiner so dumm mutig, es umzusetzen. Natürlich, man kann jetzt argumentieren, dass halt dem Land ein Stoiber-Typ gefehlt, der mit aller Kraft es anpackt. Mit soviel Kraft sogar, dass die eigene Partei ihn loshaben will ohne ihn verlieren zu wollen. Aber komischerweise ruinierte regierte Stoiber seit 1993 dieses schöne Bayern und erst 10 Jahre nachdem der Flughafen fertig war, kam er auf die Idee, das Problem der fehlenden Fernverkehrsanbindung, das auch schon bei Planung des Flughafens bekannt war übrigens, dort einen Transrapid hinbauen zu wollen. Der löst zwar das Problem nicht wirklich, weil die Leute müssen ja dann immernoch zum Hauptbahnhof, ist aber ein schöner Leuchtturm.
Mit aller Macht hat also der König, mit dem Messer im Rücken noch taumelnd, sich in Berlin dafür eingesetzt, dass dieses Stück bayerischer Leuchtturmtechnik gefälligst vom Bund zu bezahlen sei. Zusätzlich zu den bereits zugesagten 550 Millionen Euro (!) soll der Bund noch 400-500 Millionen drauflegen, weil Bayern nur knapp 300 Millionen zahlen will. Dann rechnet der bayerische Leuchtturm- und Magnetminister Erwin Huber noch (nicht zugesagte und wohl nicht kommende) Zuschüsse aus Brüssel an und eine Beteiligung des Flughafens (gegen den Widerstand des Veto-Mitglieds München) und kommt auf 1,85 Milliarden Euro, welche er für fast komplett zugesichert hält, weshalb er dieser Tage voller Freude durch die Landen zieht und dies verkündet. "Transrapid, olé, fahre mich zum Flughafen, wie schee!" hört man ihn bisweilen in der Staatskanzlei singen - hab ich gehört. Glaubhaft wärs.
Dass das Ganze am Ende wohl eher 2,8 - 3,5 Mrd. Euro kosten wird, davon will die Transrapid-Fan-Fraktion der CSU nichts hören. Zu Recht verhalten sich CDU und SPD zurückhaltend, da etwas konkret zusagen zu wollen: Noch mehr als die bereits zugesagten Millionen kann man dem Bürger nicht wirklich zumuten, wenn man auf der anderen Seite den Ärmsten des Landes die Butter auf dem Brot nicht gönnt.
Die Abendzeitung titelt daher über die neue Euphorie Stoibers zu Recht, dass die Millionen die dann fehlen werden, aus der Tasche der bayerischen Steuerzahler kommen werden. Und nicht aus Privatisierungserlösen, wie man es in der CSU so schön rechnet. Klar, wenn das Tafelsilber mal weg ist, kann mans nicht mehr verkaufen.
Die BILD dagegen freut sich auf den Transrapid, nennt ihn einen "Superzug" und fragt sich, ob er jetzt "endlich" komme. Sollte er wirklich kommen, was nicht zu hoffen ist, prophezeihe ich hier schon mal die Schlagzeile der BILD in 2-3 Jahren, wenn dann die Millionen fehlen: "Unverschämtheit! Prestigeprojekt kostet Steuermillionen!" Das vorherzusagen braucht aber auch keine Fähigkeiten...
Geschrieben von SoWhy in
Politik for Dummies , Ready for the real life? | Freitag, 17. August 2007 |
Diesen blöden Nazis...ich meine, schlimm genug, dass sie meinen müssen, der Welt ihren Mist mitteilen zu müssen und dafür auf die Straße zu gehen. Aber dann geht man mal hin, um sich das anzusehen und dann kommen die einfach nicht. Melden sich für 18 Uhr an, kommen aber erst um 19:45, ich meine, hallo? Preussische Tugend der Pünktlichkeit, schon mal von gehört? Kein Wunder, dass einem die Füße weh tun, wenn man so lang rumstehen muss. Und dann kamen sie endlich und machten sich endlich zum Affen - natürlich passenderweise im Käfig eingesperrt.
Sonst war es das übliche: Die Nazis standen entweder rum und ließen sich beschimpfen, provozierten die Antifa und wurden noch mehr beschimpft oder versuchten, eine Hass-Rede zu führen, die halt keiner hörte, da die circa 600-800 Gegendemonstranten die 80 Nazis leicht übertönten. Ich hab heute dann auch mehrere Touristen getroffen dabei, aus Island eine (die meinte, dass es bei ihnen keine Nazis gäbe, was ich als Beweis für das überlegene Schulsystem Skandinaviens sehe), eine Reisegruppe aus Israel, die in erster Reihe mitdemonstriert hat und einen Mann aus England, dem ich das Ganze erklären durfte, der meinte, dass in Großbritannien es sowas (i.e. solche Nazi-Demos) auch nicht wirklich gäbe.
Und ich habe eine paar neue Sprüche gelernt, wie "Alles hat ein Ende, nur das Reich hat drei!", "Keiner mag euch, keiner hat euch lieb" und "Bildung für alle - Auch für euch!". Schön waren auch die Chöre "Ihr habt den Krieg verloren, ihr habt den Krieg verloren, ihr habt, ihr habt, ihr habt den Krieg verloren". Da kam schon fast Stimmung auf.
Den schönsten Spruch aber, der gut als Überschrift für diese (und alle Demos dieser Art passt), hab ich auf dem T-Shirt einer Bekannten gesehen: "Jeder hat das Recht, dumm zu sein - Manche übertreiben es nur ständig."^^
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Politik for Dummies | Montag, 13. August 2007 |
Die Tatsache, dass beim größten Tarifstreit seit Jahren, zwischen Bahn und GDL, zwei CDU-Politiker moderieren, ist eine Ohrfeige für die Arbeiterpartei SPD. Zwei Politiker einer Partei sollen moderieren, die im Endeffekt Schuld daran ist, dass es etwas zu moderieren gibt, das ist schon hämisch. Wenn sie erfolgreich wären, wird es für die SPD noch ungemütlicher. Zu ihrem Glück bleibt wohl wahrscheinlich, dass Schell und Mehdorn stur bleiben, weil beide Seiten ihre Forderungen nicht aufgeben können, ohne das Gesicht zu verlieren: Wenn Schell nicht mehr als 10-15% mehr (verdienten) Lohn mit seiner GDL herausstreiten kann für die Lokführer, dann ist die GDL am Ende. Wenn Mehdorn nachgibt, kann er es nicht vor den anderen Bahn-Gewerkschaften vertreten und würde die Bahn mehr kosten, als sie ausgeben kann und will. Abgesehen davon, dass es Mehdorn dann wohl den Job kosten würde.
Der SPD kann es nur recht sein, wenn es soweit käme. Sie kann dann wunderbar zu Recht daraufhinweisen, dass CDUler nunmal nicht taugen für einen solchen Job. Und müsste dabei nicht mal beweisen, es besser zu können...
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Politik for Dummies , Thinking versus Believing | Dienstag, 7. August 2007 |
Ich bin ja generell kein großer Freund des Islams, genauso wenig wie anderer Religionen halt. Da der Islam ja den selben Gott wie Juden und Christen anbetet, ist es auch eigentlich das Gleiche, nur halt mit anderen völlig absurden Ritualen.
Die bayerische Staatsregierung, tief vom Gedanken des Katholizismus als einzig wahre Religion und dem Protestantismus als Beigabe für nördlichere Wähler getragen, sieht das ähnlich, wenngleich aus anderen Gründen. Für die ist die Ablehnung des Islams eine Ablehnung unerwünschter Konkurrenz und Ausländer, weil ja die meistens Moslems sind. Meint die Staatsregierung. Als eine islamische Gemeinde deshalb in München ein Schulungszentrum für Imane gründen wollte, war die Regierung wenig begeistert. Möglicherweise hatten sie Angst, sie müssten das wie die Ausbildung christlicher Pfarrer aus Steuermitteln bezahlen. Wahrscheinlicher ist aber, da die islamische Gemeinde ja keine Hochschul-Professur forderte, dass sie vor irgendwelchen Islamisten-Connections Angst hat. Nun mag es ja auch sein, dass die Gemeinde, die als recht offen und moderat gilt, mit Moschee-Führungen und Deutschkursen für Frauen, ja wirklich was mit islamistischen Extremisten am Hut hat. Aber zwei Gründe sprechen dafür, es zu erlauben:
1.) Die Gleichbehandlung vor dem Gesetze. Entweder muss jede Religion oder keine Religion das dürfen. Na gut, eigentlich erfordert Art. 3 GG in dem Fall sogar, dass der Freistaat das Ganze wie bei den Christen auch bezahlt. Aber schon aus Art. 4 GG ergibt sich das Recht, dass jede Religionsgemeinschaft ihre Priester ausbilden darf. Gehört ja quasi meistens dazu^^
2.) Die Integration. Zur Zeit werden die in Deutschland eingesetzten Imane im Ausland ausgebildet, mit was weiß ich was für Ansichten und Kenntnissen. Sie kommen in fremde Gemeinden und sollen dort einen Islam predigen, der mit dem Grundgesetz im Einklang steht? Abgesehen davon, ist eine Ausbildungsstätte mitten in München einfacher zu überwachen als eine solche in irgendeinem islamischen Land. Wenn die also wirklich Verbindungen zu Islamisten haben, dann wäre es für die Sicherheit des Landes besser, wenn man genau weiß, wo die Verdächtigen sitzen. Offensichtlich hat das Innenministerium nicht soweit mitgedacht...
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Alles, Etwas oder Nichts , Ready for the real life? | Sonntag, 5. August 2007 |

Die Witzigkeit der Tatsache, dass ProSieben alle möglichen miesen Serien wie 4400 mit Simpsons-Folgen ersetzt, wird nur dadurch noch getoppt, dass mich das wiederum an eine Simpsons-Folge erinnert.
ProSieben nähert sich immer FOX an, hat es den Anschein^^
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Politik for Dummies | Mittwoch, 1. August 2007 |
Wer immer bei der CSU an der Kampagne um Seehofers Geliebte und deren Baby lanciert, er macht einen verdammt guten Job. Obwohl der Bundesagrarminister alles versucht hat, um die Affäre zu beenden und die Presse aufzuhalten, schaffen die es weiterhin, sich daran mit neuem Stoff zu ergötzen. Wenn das so weiter geht, bis September zur Wahl des Vorsitzenden.
Geschrieben von SoWhy in
Learning by studying , Ready for the real life? | Mittwoch, 1. August 2007 |
"That was pointless" - Dieser Satz ging mir durch den Kopf, als ich heute zum Praktikum im Amtsgericht München (Strafsachen, Abteilung 9: Verkehrsstrafsachen) angetreten bin. Ich war pünktlich und voller Erwartung um 10:00 Uhr da und bekam von der netten Dame im Sekretariat eine Richterin zugewiesen, welche mich betreuen sollen, der ich also dienen sollte.
Die hatte aber keinerlei Ahnung, was ich denn da sollte oder was ich denn tun könnte. Und so verblieben wir dabei, dass ich am Montag in ihre Verhandlungen kommen sollte und das wars. Bis 11 Uhr musste ich dann noch mit anderen Praktikanten warten um eine kurze Information über die Abläufe im Gericht zu kriegen und mich zu Verschwiegenheit zu verpflichten. Das wars. Dafür hätte ich mir wirklich nicht soviel Mühe machen müssen.
Wenigstens kann ich so die Zeit zum Lernen verwenden^^ Is ja nicht so, als das ich Ferien hätte...
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