Dirk Peitz reviewt
hier das neue Album von
Maxïmo Park, "
Our Earthly Pleasures". Nun will ich die Kritik von Peitz nicht komplett zerreissen, sie ist gut geschrieben und zeugt von viel Beschäftigung mit selbigen Album. Jedoch ist nicht zu ignorieren, dass dem Autor die Band, ihre Wurzeln oder Ähnlichkeiten nicht ganz taugen, er sich zum Teil gerade zu abfällig über eine ganze Generation von Bands äußert, zu denen Maxïmo Park wohl auch zu zählen ist.
Peitz Fehler ist der Maßstab, er misst es an seinem Vorgänger, "
A Certain Trigger" und an Aussagen des Songwriters, welche Aussage die Texte haben sollen, um dann festzustellen, dass es diese Ansprüche nicht erreichen kann. Damit hat er zum größten Teil auch Recht.
Aber das sollte nicht der Maßstab sein, der diesem Album angelegt wird. Es ist ein Fluch, den Erstlingswerke nicht haben, der Fluch, dass man am Vorgänger gemessen wird. War jener Vorgänger gut empfunden, so erwartet man Ähnliches vom Nachfolger, das ist nur natürlich. Entschließt sich eine Band, im nächsten Album den Stil zu ändern, wirkt das Album beim ersten, zweiten, dritten Hören ungewohnt, gar schlechter als der Vorgänger. So war es z.B. bei "
Under The Iron Sea" von
Keane oder bei "
Hissing Fauna, Are You the Destroyer?" von
of Montreal. Das selbe gilt auch für "Our Earthly Pleasures".
Dies sind nicht mehr die Maxïmo Park, die man von "A Certain Trigger" kennt. Die Melodien sind anders, die Texte trister und dunkler, schon allein das Cover zeigt einen Aufbruch vom Vorgänger. War vorher (und auf der B-Side-Compilation "Missing Songs") der Bandname und der Titel im Vordergrund, so sind diese jetzt in der Hintergrund geraten. Maxïmo Park wollte offensichtlich kein zweites "A Certain Trigger" schaffen, sondern beweisen, dass sie kreativ genug sind, sich weiter zu entwickeln. Das haben sie mit "Our Earthly Pleasures" getan.
Es ist ungewohnt, aber deshalb nicht schlechter. Es ist gut und angenehm zu hören, die Texte müssen nicht beachtet werden, weisen aber bei Betrachtung trotzdem viel Tiefgang auf. Mehr sollte man von einem Album nicht erwarten, dann wird man auch nicht enttäuscht.
Ob "ihre Musik keinen Bestand haben wird", wie Peitz vermutet, wird die Geschichte zeigen, das Vorhersagen zu wollen wäre anmaßend. Das zu beurteilen kann jedoch nicht der Sinn eines Revie