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Alles, Etwas oder Nichts | Sonntag, 13. August 2006 |
Mein Webhoster ist nach Holland umgezogen, was die gestrige Nichterreichbarkeit erklärt. Jetzt ist alles etwas schneller und bequemer, aber falls irgendwem ein nicht funktionierender Teil des Blogs auffällt, bitte mitteilen :-)
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Politik for Dummies , Thinking versus Believing | Freitag, 11. August 2006 |
Jetzt hat der Streit um blinde Papstgefolgschaft auch das Münchner Rathaus erreicht. Die Münchner Grünen, zuletzt negativ aufgefallen durch ihre bedingungslose Haltung im Streit um die Leitung des Jugendamtes, haben eine Anfrage eingereicht, wieso die Stadtsparkasse, 100%ige Tochter der Stadt, ihre weltanschauliche Neutralität verletze und kleine "gesegnete" Kreuzanhänger verkaufe. Nun mag man sagen, dass die Leute, die sich so einen Mist kaufen und das auch noch glauben, selbst schuld seien, aber das ist nicht der Punkt. Es kann, wie die Grünen zu Recht feststellen, nicht angehen, dass eine öffentliche Stelle eine bestimmte Religion fördere. Egal wie lange diese ihren mörderischen Würgegriff schon um die Stadt hat.
Das sieht Christian Ude anders. Er findet, da die Katholen immer so präsent waren in der Stadtgeschichte könne man da eine Ausnahme machen, was er in wenig freundlichen Worten und mit sehr viel persönlichen Gefühlen mitteilte (unterstützt von der städtischen Filiale des Vatikans, der CSU). Gut, er ist Kathole, also mag man es erwarten, aber genug Souveränität um private Gefühle von den Aufgaben als OB zu trennen hatte ich ihm schon zugetraut. Die CSU wirft den Grünen in diesem Zusammenhang vor, die Anfrage verletze die religiösen Gefühle hunderttausender. Dass die Aktion der Stadtsparkasse die religiösen Gefühle aller Nichtchristen verletzen dürfte, ist ihnen dabei egal. Aber ich erwarte von Christen auch keine objektive Weltsicht in diesen Dingen. Es beschämt mich nur, dass ausgerechnet Christian Ude sich solche Blöße gibt und klar Stellung für einen Mann bezieht, dessen homophobe Äußerungen die Grünen zu Recht gerügt hören wollen...auch der weltoffenste Kathole bleibt halt immernoch papsthörig...
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Politik for Dummies , Thinking versus Believing | Donnerstag, 10. August 2006 |
So sind sie die Zeiten heutzutage, der Staat zahlt dafür, dass der oberste Medizinmann einer Sekte mit einem Vermögen von 250 Milliarden Euro (in Deutschland allein) seine Gehirnwäsche durchführen kann. 6 Millionen kostet der Umbau Riems für den Papst, wo man extra Bäume ausgräbt und die Landschaft umgestaltet. Da sparen wir einfach ein wenig bei den Subventionen für Ehrenämter und schon haben wir das wieder drin. Man muss sich wirklich fragen, wo die Prioritäten sind...
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Alles, Etwas oder Nichts | Donnerstag, 10. August 2006 |
Henning hatte eine Idee, die man, um schlechte Wortspiele zu machen, als bärtig bezeichnen kann: Er fordert Leute auf, Fotos mit Terroristen-Moslem-Bart von sich selbst zur Verfügung zu stellen. Klingt nach einer witzigen Idee und ich würde ja eins von mir beisteuern, aber ich leide unter komischen Bartwuchs, da wächst irgendwie so schnell nix. Vllt in einer Woche...und vllt macht ja jmd anderes mit ;-)
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Alles, Etwas oder Nichts | Montag, 7. August 2006 |
Na endlich. Es dauert eine Weile, aber auch Pro7 checkt irgendwann, wie die Dinge stehen. Erst mussten sie es mit einer floppenden Telenovela versuchen um auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Nachdem Dämmlichen Lotta vom Zug gefallen ist, dachten sich die Helden in der Programmetage des Senders, Sex and the City funktionierte doch so toll, das könnte man wiederholen. Man bedachte nur nicht, dass um 18 Uhr viele der angesprochenen Single-Karriere-Sex-Frauen nicht fernsehen und dass diejenigen die es tun keine Lust auf eine Sitcom mit Sex im Namen haben, wo der Sex rausgeschnitten wurde (weil um diese Zeit man sowas halt nicht zeigen darf). Also sendet Pro7 wieder 2 Folgen der Simpsons. Und es hat nur ca. 7 Monate gebraucht, bis sie es gecheckt haben. Deutsches Reaktionstalent pur...
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Politik for Dummies | Montag, 7. August 2006 |
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (das von der Ursel, der Gebärmaschine) hat heute bekannt gegeben (via heise.de), dass es keinen Bedarf an einem Verbot für "Killerspiele" gäbe. Wieso auch, keiner kann genau definieren, was damit gemeint ist und wenn man die blutigsten Spiele meint, so sind die eh USK ohne Altersfreigabe oder von der BPjM bereits indiziert. Weiterführende Verbote wurden gerne aus dem CDU/CSU Lager als Universallösung gefordert. Und diese populistischen Bemühen wurden vorerst von der Bundesregierung ruhig gestellt. Hoffentlich. Vielleicht kann man sich dann mal den wahren Problemen widmen, wie wärs meine Herren von der Union? Oder ist ihnen das nicht recht, weil man da ja keine Stammtischparolen von sich geben kann?
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Politik for Dummies | Montag, 7. August 2006 |
Ich hab zwar nur die Unterrichtsstunden in der Schule in Wirtschaft gehabt, aber ich glaube mich zu errinnern, dass mehr Angebot nicht zu mehr Nachfrage führen wird. Irgendwie spuckt mir eine Grafik im Hirn herum, dass bei steigenden Angebot die Nachfrage nicht beeinflusst, sondern den Preis. Mehr Angebot bei gleicher Nachfrage = niederiger Preis.
Vielleicht wäre ich, der über genau soviel Wirtschaftswissen verfügt, eine bessere Wahl als bayerischer Wirtschaftsminister. Der jetzige, der Huber Erwin, erklärt nämlich, dass wenn man die Ladenschlusszeiten aufhebt (außer für Sonntage, die sind heilig(!!!!)), ergäbe dieses Mehrangebot an Gütern eine höhere Nachfrage. Ich weiß ja nicht, wie es anderen Leuten geht, aber ich glaube niemanden zu kennen, der weniger Lebensmittel eingekauft hat, weil er den Einkauf bis 20 Uhr und nicht bis 22 Uhr erledigen musste. Die Leute werden auch bei längeren Öffnungszeiten nicht mehr brauchen, also auch nicht mehr einkaufen. Verlierer einer Liberalisierung ist der Mittelstand, der es sich nicht leisten kann, zusätzliche Leute zu bezahlen für längere Öffnungszeiten. Folge: Weniger Konkurrenzmöglichkeit zu den großen Discounter- und Supermarkt-Ketten. Und Verlierer sind die Mitarbeiter dieser Ketten, denn die Idee, mehr Öffnungszeiten fördern mehr Arbeitsplätze ist kaum sehr realistisch. Da schraubt man in Zeiten des lockeren Kündigungsschutzes und der Angst vor Arbeitslosigkeit lieber an der Überstundenschraube. Aber hey, ich habe nie behauptet, die CSU kümmere sich um diese Menschen. Interessant, dass diese sie trotzdem wählen...
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Thinking versus Believing | Sonntag, 6. August 2006 |
Der Papst labert und alle hören zu und nicken. Keiner der Anwesenden Reporter fiel auf, dass es eine Perversion der Worte ist, wenn ein Papst davon spricht, wie toll Frieden doch sei, war es doch immer die katholische Kirche die Kriege trieb in der Geschichte der Menschheit. Aber wie sollte es auch auffallen, sah man doch mindestens einen Priester darunter. Ist anzunehmen, dass auch der Rest der "Glücklichen" nicht wirklich kritisch sein kann, sonst hätte man sie wohl kaum bis zum Obermafioso vorgelassen. Ich bin schon in Sorge um diesen Papstbesuch, der wird die Rückgratlosigkeit der deutschen Medien wohl weiter verstärken...
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Politik for Dummies , Thinking versus Believing | Donnerstag, 3. August 2006 |
Gefunden beim Thomas. Ich würd jedem vorschlagen, diese Petition mitzuzeichnen, egal ob religiös oder nicht. Das Eintreiben der Kirchensteuer durch den Staat ist eine antiquirte und unpassende Einrichtung, die jedem ein Dorn im Auge sein muss, der die grundgesetzliche Trennung zwischen Kirche und Staat einhalten möchte. Wer religiös ist, kann seine Kirchensteuer wie den Mitgliedsbeitrag in jedem Verein privat regeln lassen, aber es kann nicht Aufgabe des Staates sein, sich darum zu kümmern. Außerdem ist es einem Arbeitnehmer nicht möglich, selbst zu entscheiden, ob er seine Religionszugehörigkeit offenbaren möchte (Art. 136 III WRV i.V.m. Art 140 GG), wenn es auf der Lohnsteuerkarte steht...
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Politik for Dummies | Donnerstag, 3. August 2006 |
...ja, du mich auch. Vor ner Woche wär beinahe ein Reaktor in Schweden geschmolzen, weil die Sicherheits- und Notsysteme einfach nicht funktionierten. Was bekannt war. Man lese Qualitys Kommentar dazu.
Da soll mir noch einer erzählen, Atomkraft sei eine sichere Alternative -.-
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Alles, Etwas oder Nichts | Donnerstag, 3. August 2006 |
Na toll, ihr Jammerlappen, von wegen es ist ja viel zu heiss draussen, wir brauchen Abkühlung. Da habt ihr eure Abkühlung, 13°C! Ich friere! Und das Anfang August...und angeblich bleibt es noch ne weitere Woche so! Scheiss Wetter...das musste mal geschrieben werden.
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Politik for Dummies | Mittwoch, 2. August 2006 |
Nun gut, es bleiben uns also noch ein paar Tage bis das AGG kommt, denn die Oberleuchten der Regierung haben vergessen, dem Horsti, unserem "neuen" Bundespräsidenten das Gesetz rechtzeitig zuzuschicken. Und weil der Horsti es erst seit dem 27. Juli hat, konnte er seinen Servus noch nicht darunter setzen. Also ist das Gesetz noch nicht verkündungsfähig und damit gestern nicht in Kraft getreten. Eine Chance für alle Arbeitgeber noch schnell Leute einzustellen ohne in den Verdacht zu geraten, Leute zu diskriminieren. Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass mir Diskriminierung jeder Art zuwider ist. Und auch, dass das AGG der, meiner Ansicht, falsche Weg ist, dagegen vorzugehen. Abgesehen von den juristischen Schwierigkeiten und den Problemen bei der Umsetzung, wird Diskriminierung dadurch eher noch gefördert, wenn sich Leute dann aufregen werden, dass diese blöden Frauen/Behinderten/Ausländer/Schwulen/Brillenträger/etc. ständig jammern und sich beschweren und der Staat ihnen bei ihrem "Geheule" noch hilft.
Diskriminierung sitzt viel tiefer, ihre Ursachen sind viel gravierender als dass ein Gesetz die Menschen dazu bringen könnte, damit aufzuhören. Das Problem liegt daran, dass es gesellschaftlich anerkannt, ja sogar gefördert ist, bestimmte Gruppen zu diskriminieren. Stammtischredner, vor allem am rechten Rand (aber auch Linkspopulisten), hetzen in bestimmbaren Intervallen gegen Ausländer. Die christlichen, jüdischen und muslimischen Religionsgesellschaften bringen ihren Gefolgsleuten bei, dass Homosexualität etwas Böses sei, dass Schwule und Lesben, im besten Fall der Wortwahl, "anders" seien. Dieselben Religionsgruppen lehrten in ihrer Geschichte und lehren in ihren heiligen Texten die Minderwertigkeit der Frau gegenüber dem Mann. Auch der Argwohn gegenüber Behinderten wird Kindern schon früh im Stadium ihrer Entwicklung beigebracht. Alles, was anders ist, wird mit Argwohn betrachtet und beäugt. Versucht man Schulbücher zu schreiben, in denen Dinge wie die Partnerschaft zweier Männer normal ist, sind Attacken aus dem konservativen Fundi-Lager mit berechenbarer Sicherheit die Folge.
Dies alles sind, unter anderem, Gründe weshalb Diskriminierung nicht nur existiert, sondern auch gefördert wird. Will man Diskriminierung eindämmen, muss man diese Dinge ändern. Religionsfreiheit darf nicht als Deckmantel für diskriminierende Inhalte verwendet werden. Man kann nicht auf der einen Seite Diskriminierung eindämmen wollen und auf der anderen Seite diese fördern. Das selbe gilt für Stammtischredner. Doch diese basieren auf den schon ewig perpetierten Vorurteilen. Es ist ein Teufelskreis wenn man es so sehen will: Vorurteile, transportiert durch konservative Kreise oder Religionen beeinflussen Kinder schon in ihrer Entwicklung, im Stadium wo sie keinem Erwachsenen misstrauen und diese Kinder wachsen auf und werden zu denjenigen, die wiederum diese Vorurteile pflegen und weiterverbreiten.
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Thinking versus Believing | Dienstag, 1. August 2006 |
Religiöse Leser mit Bekehrungseifer (falls ich solche hab, was ich bezweifle) könnten einen Blick auf "The Theist's Guide to Converting Atheists" werfen, die schön aufzählt, welche Beweise einen Atheisten von der Wahrheit einer Religion überzeugen würden. Und natürlich auch "How Not to Convert an Atheist", eine Liste von typischen Fehlern, die Theisten machen. Die meisten davon sind Regeln, die in jede Diskussion gehören. Nur der Zeuge-Jehova-Typ Mensch vergisst sie wenn es um Religion geht. Trotzdem lesenswert.
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