
12er Kinder und ihre komischen Eltern. Sehen die nicht furchtbar glücklich aus?
Nein, diesmal nicht unsere Flaggen-Verbrennenden, Botschaften-anzündenden Islamisten und ihre gefakte Aufregung über ein paar monatealte Karikaturen. Die Fundis über die ich heute reden will sind Christen (damit nicht besser) und noch schlimmer, sie sind mitten unter uns! Genauer gesagt, in Bayern. Jetzt wird man sagen, na gut, über die CSU redest du ja eh ständig, diesmal auch, aber die mein ich nichtmal. Es geht noch schlimmer.
Die Rede ist von den sogenannten "12 Stämmen", einem Haufen Verrückter Fundis einer erzkonservativen und verrückten, ich sags euch, verrückten!übertrieben bibeltreuen Gruppe von "Christen", die meinen, die Gesetze Deutschlands gelten für sie nicht. In erster Linie passt es ihnennicht, dass ihre armen Kinder mit normalen Kindern und Menschenzusammentreffen, ergo ihre Schulpflicht erfüllen. Wär ja schlimm, wenn man ihnen dort die Wahrheitetwas über Darwin und Sex erzählt, nicht beides zusammen, aber naja,bei den 12ern glaubt man noch an die unbefleckte Empfängnis und Kinderscheinen dort aus dem nichts zu entstehen. So erklär ich mir ihreAblehnung von Sexualkunde, ein Unterricht, der, wie jeder Schüler weiß,mit der Wirklichkeit kaum was zu tun hat, sondern einfach reineBiologie ist. Aber hey, das geht nach dem 3-Affen-Prinzip: Was wirnicht sehen, kann auch nicht wahr sein!
Die 12 Stämme behaupten halt auch, ihre Kinder wären viel besser aufgehoben bei ihnen zu Hause als in derGesellschaft. Dass diese Kinder mit 14 sich entscheiden dürfen, die Wahrheit zu akzeptieren ihre Religion frei zu wählen, kann ich mir zwar nicht vorstellen, Bayern aber schon.
Der Freistaat Bayern war erstmal nicht so erfreut über diese Fundis,denn wenn ein CSUler etwas mehr mag als fundamentale Christliche Ansichten, dann ist das sein Staat und im Zweifel, wenns nicht um die katholische Kirche geht, kommt der halt zuerst. Soweit muss man demStaat auch Anerkennung aussprechen, er hat die Kinder zur Schulegebracht und die Eltern in Knast. Aber die weigerten sich weiterhin.Und weil der Bayer nur bis zu nem bestimmten Grad konsequent ist,reicht das scheinbar. Denn jetzt hat der Bayer entschieden, dass die 12er, wie ich sie weiterhin nennen werde (kurz für "12 Plagen"), halt gewonnen haben. Weil die konsequente Anwendung der Rechtsmittel, nämlich im Zweifel die Kinder ihren Eltern wegzunehmen und in die Gesellschaft einzugliedern, dass will man nicht. Da hat ja einer davon abgeraten. Der hat leider nicht verraten, wie's sonst funktionieren soll. Rechtsstaatlich gesehen.
Jetzt kriegen sie ihre eigene "schulartige" Schule, die eben keine Schule ist und deren Kinder dürfen nun weder Darwin noch Sexualkunde hören. Das ist zwar gegen alle Grundsätze der Gleichbehandlung und der Rechtsstaatlichkeit, aber das macht ja nix. Es zeigt aber eines: Die Gesetze des Staates sind, wenigstens in Bayern, dann brechbar, wenn man's nur lang genug macht. Ich warte nur darauf, dass islamistische Väter ihren Kindern verbieten in die Schule zu gehen und sich einfach solang weigern, bis sie auch nen Privatlehrer kriegen, der halt nach religiösen statt nach vernünftigen Lehrplänen unterrichtet. Oder vielleicht funktioniert das nur bei Christen...
Wenn das hier einer dieser Fundis lesen sollte, nicht gleich meckern, erst mir ne Frage beantworten: Wenn euer Gott diese Formen des Unterrichts nicht wollte, glaubt ihr wirklich, er braucht euch dazu um das festzustellen? Steht nicht auch in der Bibel, nichts geschieht ohne das Gott es will? ;-)