Das uneinige Italien, ein Stück mehr. Mit der Wahl von
Giorgio Napolitano, einem
ehemaligen Kommunisten, zum italienischen Staatspräsidenten wurde unser aller Freund Belusconi ein weiteres Mal brüskiert. Die Rechte hat mit aller Macht versucht ihren eigenen Kandidaten ohne Mehrheit durchzudrücken und nun, da im vierten Wahlgang auch etliche aus dem Berlusconi-Lager für Napolitano gestimmt haben, ist Berlusconi sauer. So sauer, dass er vorher schon angedroht hat, er will seine Anhänger zum Steuerboykott aufrufen. Nun wissen wir alle, dass Berlusconi ein schlechter Verlierer ist, wenn er demokratische Wahlen nicht anerkennen kann. Doch sollten wir uns im Klaren sein, dass unser Freund mächtig genug ist, solche Drohungen, jedenfalls teilweise, wahr zu machen. Und ein solcher Boykott, der Italien nur weiter spalten würde, ist nicht sinnvoll, schon gar nicht mitten in der EU. Hoffen wir also, dass die Linke um Prodi schnell als Regierung zu handeln beginnt und Berlusconi seine Niederlage eingesteht. Andernfalls steht das Land nur weiter...mit katastrophalen Folgen...