Geschrieben von SoWhy in
Ready for the real life? | Mittwoch, 19. April 2006 |
So langsam ist es auch genug. Alle Medien, selbst die als so liberal geltende SZ, die ich aboniert hab, überbieten sich anlässlich des einjährigen Jubiläums vom Ratzinger als obersten Mafioso Papst mit Schleimerei. Etwas mehr und sie würden alle darauf ausrutschen. Ich glaubs langsam nimmer. Nur weil er als Papst nicht schlimmer geworden ist als vorher, glauben alle, er wäre ein ganz ein Lieber, der freundlich und weltoffen ist. Als hätten sie alle vergessen, was dieser Mann Jahrzehnte lang getan hat. Das ändert sich nicht dadurch, dass man innerhalb der Hierarchie höher aufsteigt. Kein Artikel beleuchtet die Tatsache, dass die katholische Kirche trotz allem noch das ist, was sie vorher war: Korrupt, Diskriminierend und Unmenschlich. Sie hat immernoch Geld wie Heu, Besitz ohne Ende, Frauen werden immernoch benachteiligt, Homosexuelle als krank diskriminiert. Millionen sterben an Unterernährung und AIDS, weil ein Mann, der keine Ahnung davon hat, ihnen Verhütung verbietet. Nur davon liest man nichts in den Lobhymnen. Nur dass Ratzinger auf die Kritiker zugegangen sei. Hallo? Als ob das eine große Leistung wäre. Im normalen Leben findet man es nur recht und billig seinen Kritikern zuzuhören, aber wenn es die Kirche macht, ist es ein Medienereignis. Preisen wir halt weiter einen korrupten, alten Mann. Als ob die Mehrheit der SZ Leser Katholiken wären...statistisch gesehen ist dem nämlich nicht so.